International Glass Fiber Symposium

08.03.2016

Die Glasfaser-Welt versammelt sich auf dem International Glass Fiber Symposium in Aachen

 

Glasfasern sind die bei weitem am meisten eingesetzten Hochmodulfasern für die Verstärkung von Faserverbundbauteilen. In über 90 Prozent der Faserverbundkunststoffe (FVK) werden Glasfasern als Verstärkung eingesetzt. Die globale Produktionskapazität für diese Hochmodulfasern beläuft sich auf circa sechs Millionen Tonnen. Mit gut 65 Prozent der Anwendungen dominieren die Transportindustrie, der Sektor Gebäude & Konstruktion sowie die Windkraftindustrie die Einsatzgebiete.

Aufgrund der guten Wachstumsaussichten und Marktbedingungen hat sich der Markt der Glasfaserhersteller in den vergangenen Jahren verändert. Neue Akteure, vornehmlich aus Asien, sind in den Markt eingetreten. Auch die Nachfrage aus der Industrie nach den Hochleistungsfasern wächst, vor allem in Asien. Zudem hat es in der Glasfaserindustrie viele Neuentwicklungen gegeben, beispielsweise im Bereich der Glaszusammensetzung und der Schlichte. Hier differenzieren sich die Hersteller, einige setzen auf den Massenmarkt, andere auf spezielle anwendungsbezogene Fasertypen.

Der hohe Bedarf an Glasfasern und die sich rasch verändernde Marktsituation veranlassen das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA) gemeinsam mit dem Institut für Gesteinshüttenkunde der RWTH Aachen University (GHI) zur Durchführung des 3. International Glass Fiber Symposiums vom 17. bis 19. Oktober 2016 in Aachen.

Ziel der Konferenz

Diese Konferenz schlägt eine Brücke von der Herstellung der Glasfasern bis hin zum Verbundwerkstoff und deckt dabei alle Zwischenschritte ab. Damit ist das International Glass Fiber Symposium die einzige Konferenz ihrer Art weltweit. Es werden sowohl Produzenten als auch Anwender vor Ort sein, um sich auszutauschen. Dabei sollen Problemstellungen aus Produzenten- und Anwendersicht erörtert werden, um daraus die Grundlagen für Kooperationen zu schaffen, Anstöße für Innovationen zu generieren und die Basis für ein erfolgreiches Networking entlang der Wertschöpfungskette zu legen.

Die Tagung ist eine Konsequenz aus der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen ITA und GHI und spiegelt die Kernkompetenzen beider Institute wider. Die gesamte Prozesskette von der Glaszusammensetzung bis zum fertigen FVK-Bauteil kann in den beiden Instituten abgebildet werden. Hierdurch ist die Verknüpfung von Wissenschaft und industrieller Umsetzung entlang der Prozesskette gesichert, welche für Innovation und Wachstum essentiell ist.